CSD-Demo und Ständefest in Münster

Am 29. April 1972 fand in Münster die erste Schwulen-Demo Deutschlands statt. Seitdem hat sich im Land viel geändert. Die Community ist größer und bunter geworden. Doch noch immer gibt es Diskriminierung und Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen, in Deutschland und weltweit.
Der CSD-Verein in Münster veranstaltet daher bewusst keine Parade, sondern eine Demonstration, um gegen diese Diskriminierung zu protestieren. Sie begann um 11.30 Uhr am Servatiiplatz und führte durch die Münstersche Innenstadt, stoppte für eine Kundgebung am Prinzipalmarkt und mündete in das Straßenfest auf dem Rathausinnenhof, das um 13 Uhr begann. Wie in den vergangenen Jahren freuten sich die Veranstaltys über die Teilnahme zahlreicher Menschen, die ihre Stimme für Menschenrechte erheben wollten.

Der CSD Münster ist ein Straßenfest, ein Communityfest, ein Familienfest und ein kultur-politisches Festival zugleich. Und seit 2013 ist das Fest auch fester Bestandteil des münster‘schen Veranstaltungskalenders in der Innenstadt. Von 13 bis 19 Uhr fanden Interessierte an den Ständen der Vereine und Gruppen der Community Informationen, Anschluss und Austausch. Schwerpunktmäßig wurde über aktuelle Themen der LGBTIQ*-Politik berichtet; zentrales Thema waren in diesem Jahr die Belange von Queer Refugees. Viele Aktionen luden zum Mitmachen ein, wie zum Beispiel die legendäre CSD-Tombola und das Kinderschminken. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Das Bühnenprogramm des CSD wurde in diesem Jahr von Diana Richter präsentiert, die bereits in Berlin den Hauptstadt-CSD moderiert hat. Die musikalischen Acts, fast allesamt aus der Region, ließen eine bunte Mischung erwarten: Maksim Reimer, Songwriter und Geiger, hat mit seiner Band ganz einzigartige Klänge geliefert. Die Ingenious Rascals spielen seit 9 Jahren gemeinsam eine Mischung aus Folk, Pop und Rock mit außergewöhnlichen Instrumenten. Aus einer ganz anderen Richtung kamen Shubangi, die mit Hip-Hop Beats, elektronischen Klängen und der souligen Stimme von Sängerin Shu der Menge einheizten. Intelligente, hoffnungsvolle Texte inklusive.
Die Headliner des CSD 2016 hießen Home to Paris. Die Namensfranzosen schaffen es, Indie mit Ska zu verbinden, scheuen aber nicht davor, mit Balkan und Funk noch weitere Schubladen aufzumachen.

Quelle: CSD Münster
Fotos: Andreas Krüskemper

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