Mahnwache für Humanität

Im September brannte das Flüchtlingslager in Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Die Feuer zwangen die Menschen zunächst auf der Straße zu leben. Viele haben das wenige verloren, was sie noch hatten, darunter wichtige Dokumente für ihren Asylantrag.

Die Lebensbedingungen für Asylsuchende und Geflüchtete in den Lagern auf den ägäischen Inseln sind bereits seit Jahren menschenunwürdig. Wegen krasser Überbelegung kann eine grundlegende Versorgung der Menschen nicht gewährleistet werden. Es mangelt an Sanitäranlagen, Gesundheitsversorgung und Hygienestandards.

Nach dem Brand versprachen deutsche und europäische Politikys, dass den Menschen geholfen werde. Seitdem ist aber viel zu wenig passiert.

Die Zustände in dem Behelfslager Kara Tepe werden von Geflüchteten, Journalistys und Beobachtys als katastrophal dargestellt. Nicht nur die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung, sondern auch mit Duschen und Toiletten ist unzureichend. Die vorhandene Lagerinfrastruktur ist keineswegs winterfest.

Die Verhältnisse in den Lagern gefährden die physische und psychische Gesundheit der Menschen. Deshalb demonstrieren engagierte Mitglieder der Amnesty-International-Hochschulgruppe Münster seit Mai 2020 regelmäßig in der Innenstadt. Sie fordern menschenwürdige Bedingungen für alle Bewohnys der griechischen Lager und dass die Evakuierung von Moria, Kara Tepe und den anderen Lagern auf den griechischen Inseln eine Priorität der griechischen Regierung und der europäischen Gemeinschaft wird.

#LeaveNoOneBehind #EvacuateNow

Quelle: AI-HSG Münster
Fotos: Andreas Krüskemper

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