Die Sterne vor der eigenen Haustür

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster schickt die Sterne auf Reisen: Während das Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wegen Umbauarbeiten geschlossen ist, geht ein aufblasbares “Pop-up-Planetarium” auf Tour durch Westfalen-Lippe. Unter der transportablen Kuppel können Besucher fremde Galaxien erkunden oder virtuelle Spaziergänge auf dem Mars unternehmen. “Erstmals kommen nicht die Gäste zum Planetarium, sondern das LWL-Planetarium kommt zu seinen Gästen”, so LWL-Direktor Matthias Löb bei der Vorstellung am Mittwoch (20.1.) im LWL-Landeshaus in Münster.

Das ganze Jahr 2021 wird das Sternentheater in Münster umgebaut und muss daher geschlossen bleiben. Das transportable Pop-up-Planetarium ist buchbar und kann überall dort aufgebaut werden, wo ausreichend Platz zur Verfügung steht. Ob in Museen, Schulen oder Stadthallen. “Mit dem mobilen Planetarium machen wir unserem Bildungsauftrag Beine. Wir wollen trotz des Umbaus weiter das Interesse für Naturwissenschaften wecken und fördern”, erklärte LWL-Direktor Matthias Löb. “Wir gehen raus in die Region und legen den Besuchern die Sterne quasi vor die Haustür”, so Löb weiter.

Das aufblasbare Kuppelzelt mit einem Durchmesser von acht mal acht Metern und einer Höhe von fünf Metern sowie der hochauflösende Projektor sind flexibel einsetzbar. Im Inneren sorgt ein 360-Grad-Bild, das die Besucherinnen rundherum umschließt, für ein Erlebnis wie in einem herkömmlichen Planetarium. Für den Aufbau der Kuppel werden zwei Stunden, ausreichend Platz und eine Steckdose benötigt.

“Zu erleben gibt es im Pop-up-Planetarium einiges”, sagte Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde. “Nicht nur der Sternenhimmel wird multimedial gezeigt, Kinder und Jugendliche können unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei diesem Format im kleinen Kreis unmittelbar Fragen zur Wissenschaft der Astronomie stellen.” Neben einer Auswahl an beliebten Shows aus dem Planetarium, wie “Planeten – Expedition ins Sonnensystem”, “Faszination Weltall – Expedition ins Sternenreich” oder “Zeitreise – vom Urknall zum Menschen” werden auch einige der erfolgreichen Kindershows gezeigt.

Die Shows werden zudem um Live-Anteile und Informationen zu aktuellen Forschungen ergänzt. Weltraum-Enthusiasten erhalten bei einem Besuch im Pop-up-Planetarium die Gelegenheit, direkt Nachfragen unmittelbar an die Vorführer zu richten und sich die Antworten interaktiv erklären zu lassen.

“Schulen haben mit dem Pop-up-Planetarium die großartige Gelegenheit, Vorführungen zu buchen, die speziell für die Schülerinnen und Schüler an den Lehrplan für das Fach Physik angepasst wurden “; stellte Dr. Björn Voss, Chefastronom des LWL, fest. “Genau wie im LWL-Planetarium sollen so viele Menschen wie möglich die Shows genießen können, deswegen ist das Pop-up-Planetarium inklusiv gestaltet. Es ist barrierefrei zugänglich, auch Shows in Leichter Sprache sind in Vorbereitung”, so Voss.

Zulässige Personenzahl wegen Corona halbiert
Zum Schutz der Gäste wird die maximal zugelassene Personenanzahl aufgrund der Corona-Pandemie um die Hälfte auf 15 Personen reduziert, sodass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Die leistungsstarke Lüftung sorgt für eine regelmäßige Luftzufuhr im Inneren der Kuppel und für einen kompletten Luftaustausch alle sechs Minuten.

Bei einer Buchung des Pop-up-Planetariums können sich auch mehrere Einrichtungen zusammenschließen und das Pop-up-Planetarium für eine längere Zeit gemeinsam buchen. Schulen sollen bei der Buchung einen besonderen Tarif erhalten (Kosten für Schulen: 1.000 Euro für drei Tage, 1.600 Euro für fünf Tage). Für Schulen in Münster und im Kreis Warendorf ist die Buchung des Pop-up-Planetariums dank der Förderung der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost kostenfrei.

Interessierte erfahren mehr über den Tourplan und Buchungsmöglichkeiten unter: http://www.pop-up-planetarium.lwl.org.

Einen Vorgeschmack darauf, wie eine Reise ins Weltall mit dem Pop-up-Planetarium aussieht, gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums unter https://youtu.be/M9il80Q6ywM.

Quelle: LWL
Fotos: Andreas Krüskemper

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