Stiftung “Altes Zollhaus” kommt

Neue Wege musste der Heimatverein Senden bei seiner diesjährigen Mitgliederversammlung gehen: Coronabedingt fand sie, abgesehen von Vorstand und Helfys, ohne Mitgliedys statt. Zumindest ohne physisch anwesende Mitgliedys: Um der Ausbreitung des Virus nicht zu unterstützen, wurden die sie zu den anstehenden Tagesordnungspunkten postalisch befragt. Auf die Resonanz kann der Verein stolz sein: Rund 90 Prozent der 406 verschickten Fragebögen kamen zurück und bewiesen, dass der Verein den Mitgliedys wirklich am Herzen liegt.

Insgesamt gab es drei Fragen, über die die Mitgliedys zu entscheiden hatten. Zunächst ging es darum, ob sie der gewählten Form der Versammlung, also der postalischen Umfrage, zustimmten. Dies war bei 355 der 363 gültigen Stimmen der Fall, sodass dem geplanten weiteren Verlauf nichts im Wege stand.

Als Zweites stand die Wiederwahl von Martin Lütkemann als Geschäftsführer auf der Tagesordnung. Auch hier fand sich mit 354 Ja-Stimmen eine überwältigende Mehrheit. Dementsprechend nahm Lütkemann die Wahl an und fungiert auch in den kommenden drei Jahren als Geschäftsführer des Heimatvereins.

Auch bei der dritten Frage waren sich die Mitgliedys weitestgehend einig. Hier ging es darum, ob der Heimatverein mit 50000 Euro als Mitstifter das Hauptkapital der geplanten Stiftung „Bürgerhaus Altes Zollhaus“ stellen sollte. Diesem Plan stimmten 351 der Mitgliedys zu.

Zum Abschluss der „Mitgliedyversammlung light“ nutze die Vorsitzende Agnes Wiesker die Gelegenheit, sich bei Gertrud Oelerich, Ulrike und Hermann Geutig, Rolf Theißen und Karl Schulze Höping für deren Unterstützung zu bedanken.

Nahtlos ging es nach dem offiziellen Ende der Mitgliedyversammlung weiter mit einer kurzen Informationsveranstaltung für die zukünftigen Beiratsmitgliedys der geplanten Bürgerhaus-Stiftung. Wiesker freute sich über die breite Aufstellung des Rates: „Wir konnten eine Mischung aus Politik und Vereinen, aus den Bauernschaften und den Ortsteilen Ottmarsbocholt und Bösensell als mögliche Beiratsmitglieder begeistern“, freute sie sich. Jetzt sei der Beirat aufgerufen, Ideen zu entwickeln, das Kapital der Stiftung zu vermehren und das Alte Zollhaus zu fördern.

Als Nächstes müsse nun mit Politik und Verwaltung ein Nutzungsüberlassungsvertrag vereinbart werden, ungefähr im März könne dann die eigentliche Gründung der Stiftung erfolgen, so Wiesker.

Foto + Text: Andreas Krüskemper

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