Neuer RTW fürs Rote Kreuz

Bürgermeister Sebastian Täger überreicht dem stellvertretenden Rotkreuzleiter Jens Hegmann den symbolischen Schlüssel für den neuen RTW.

„Es ist schon etwas Besonderes, dass wir den 12 Jahre alten Rettungstransportwagen (RTW) jetzt durch ein neues Fahrzeug ersetzen können“, freute sich der DRK-Vorsitzende Alfred Holz bei der offiziellen Indienststellung des neuen „Schmuckstücks“. Im März 2019 begannen die ersten Planungen, im August konnte das neue Fahrzeug beim Ausbauer WAS in Wiethmarschen abgeholt werden. Bereits 17 Mal war der RTW seitdem bei Sanitätsdiensten oder der Spitzenabdeckung im Rettungsdienst im Einsatz. Aber auch für die Nachwuchsgewinnung sei es erforderlich, den Aktiven gutes und modernes Material für die Aus- und Weiterbildung an die Hand zu geben, betonte Holz.

Ein Teil des Geldes für das Fahrzeug kam von der Gemeinde Senden: „Investitionen in die öffentliche Sicherheit sind wichtig, das zeigt sich aktuell sehr deutlich“, so Täger. Eine moderne und zeitgemäße Ausstattung sei wichtig, stellte der Bürgermeister fest.

Freuen sich gemeinsam über die erfolgreiche Umsetzung des Projektes (v.l.): Franz Wilfling (2. Vorsitzender), Rainer Tenholt (Schatzmeister, Fillialleiter Sparkasse), Michael Hofmann (Leiter Rettungsdienst), Jens Hegmann (stellv. Rotkreuzleiter), Sebastian Täger (Bürgermeister), Georg Schulze Bisping (Beresa) und Alfred Holz (Vorsitzender)

Michael Hofmann, Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, machte deutlich, wie wichtig Ehrenamtliche bei der Unterstützung des Rettungsdienstes sind: „Wegen Corona müssen die Rettungswagen nach jedem einzelnen Einsatz desinfiziert werden“, so Hoffmann. Das geht nicht in zwei Minuten und sorgt dafür, dass ungefähr ein Drittel der vorhanden Fahrzeuge nicht einsatzfähig ist. Durch die Ehrenamtlichen in der Spitzenabdeckung werde diese Lücke geschlossen. Und in der Ausstattung übertreffe der neue Sendener RTW die Fahrzeuge des Kreises sogar in einigen Punkten: „Der Wagen ist ein Leuchtturm für die nächsten Jahre“, so Hoffmann.

Georg Schulze Bisping von der Firma Beresa, die das Fahrgestell für den RTW lieferte, freute sich, ein örtlicher Partner des Rettungsdienstes sein zu können. „Bei uns gilt der Grundsatz, dass Blaulichtfahrzeuge mit Vorrang zu behandeln sind, schließlich stecken die Besatzungen viel Herzblut hinein, anderen zu helfen“, so Schulze Bisping.

Der neue RTW ist nicht nur mit der neuesten Medizintechnik ausgestattet, sondern verfügt auch über zahlreiche zusätzliche Warnblitzer, um bei Einsatzfahrten andere Verkehrsteilnehmer möglichst umfassend zu warnen.

Rainer Tenholt, nicht nur Schatzmeister beim DRK Senden, sondern auch Filialleiter der Sparkasse, freute sich, dass die Sparkassenstiftung das zielführende Projekt mit 8000 Euro fördern konnte.

Jens Hegmann, stellvertretender Rotkreuzleiter, stellte einige Besonderheiten des neuen Fahrzeugs vor. Besonders stolz sind die Rotkreuzler auf das Tragesystem im Wagen: Bei der Stryker Power Load/XT handelt es sich um ein elektrohydraulisches System, mit dem das Anheben der Patienten entfällt. Der RTW der Sendener ist das erste Fahrzeug im Kreis Coesfeld, das mit einer solchen elektrischen Trage von Stryker ausgestattet ist. Außerdem sind in der vorderen Stoßstange sogenannte Kreuzungsblitzer verbaut, damit beim Einfahren in eine Kreuzung der Querverkehr früher gewarnt ist und so die Einsatzfahrten für die Ehrenamtler sicherer werden.

Der bisherige RTW wurde abgerüstet und bleibt bis zum Ende des Jahres als Krankentransportwagen (KTW) im Einsatz, dann soll er verkauft werden.

Um auch weiterhin auf dem neuesten Stand bleiben zu können, kündigte Holz an, dass für die kommende Zeit eine Aktion zur Gewinnung von Fördermitgliedys geplant sei.

Fotos + Text: Andreas Krüskemper
Transparenzhinweis: Der Verfasser ist selbst Mitglied im DRK-Ortsverein Senden.

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