Hilfe für Rumänien

Dass man vor lauter Weihnachtspäckchen kaum ins Haus kommt, ist eher selten der Fall. Bei Anjou und Rabea Paschke und Jonas Reher trat genau das am Samstag ein: In der Diele ihres Hauses im Anton-Aulke-Ring stapelten sich 559 weihnachtlich eingepackte Schuhkartons, gespendet von Sendener Bürgys.

Dort verweilten die Pakete aber nur kurz: Am Samstagnachmittag wurden sie nach Warendorf gebracht, von wo sie am kommenden Mittwoch im Rahmen der Aktion „Ich schenk‘ Dir meinen Stern“ des Vereins „Aktion Kleiner Prinz“ die Reise nach Rumänien antreten, um dortigen Waisenkindern zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten.

Begonnen hat es vor genau zehn Jahren: Damals hatten Rabea und Anjou so viele Kuscheltiere, dass sie sich entschieden, sich von einigen zu trennen. Ihre Eltern kamen damals mit der Aktion „Kleiner Prinz“ in Kontakt und entschieden sich, die Aktion auch von Senden aus zu unterstützen. Zunächst im Pfarrheim, später in ihrem Haus im Anton-Aulke-Ring wurden die Pakete gesammelt. Nach ihrem Wegzug haben die Töchter die Organisation der Sammelaktion übernommen.

„Dass es in diesem Jahr so viele sind, hat uns vollkommen überrascht“, geben die beiden zu. 559 Pakete ist bisheriger Rekord der letzten zehn Jahre: „Die bisher höchste Zahl an Paketen lag bei etwa 480“, erinnern sie sich.

Die Aktion „Ich schenk‘ Dir meinen Stern“ des Vereins „Kleiner Prinz“ startete im Jahr 1995 in Warendorf, mittlerweile wird sie in vielen Orten in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. „Aber auch im weiteren Umkreis gibt es Unterstützer, so beispielsweise auch Schulen in Hamburg oder Berlin“, berichten die engagierten Sendenerinnen. Anfangs gingen die Geschenke nach Bosnien, Kroatien und in den Kosovo, in den letzten Jahren nach Rumänien. Die Verteilung vor Ort läuft unter anderem über die Caritas, sodass sichergestellt ist, dass die Pakete auch dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Fotos + Text: Andreas Krüskemper

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