Trabi-Treff in Ascheberg

„Ostalgie“ pur gab es am Wochenende auf dem Bauernhof des Sozialwerks St. Georg: Trabi an Trabi reihte sich auf der Pferdekoppel, zwischendrin der ein oder andere Wartburg, ein Lada oder ein IFA-Feuerwehrwagen. Grund des Stelldicheins war das 29. Trabi-Treffen des Trabant-Club Sputnik, das seit 2011 bei St. Georg stattfindet.

Rund 180 Ost-Fahrzeuge waren auf dem Gelände zu sehen – teilweise im Originalzustand, teilweise aber auch dem Geschmack des Besitzers entsprechend „aufgemöbelt“. Und auch, wenn sich die Veranstaltung „Trabi-Treff“ nennt, halten sie die Veranstaltung bewusst offen für alle Ostfahrzeuge. Auch bei Westfahrzeugen wird mal ein Auge zugedrückt – was ein alter Feuerwehr-Taunus beweist.

Größtenteils „standesgemäß“ mit Ost-Wohnwagen oder DDR-Zelten reisten die Teilnehmer am Freitag an. Am Abend gab es ein gemütliches Beisammensein und die ersten „Benzingespräche“, wie die Fachsimpelei liebevoll genannt wird.

Damit ging es am Samstag nach dem Frühstück weiter. Da auch verschiedene Teile-Händler vor Ort waren, konnte nach Herzenslust (oder nach Geldbeutel) das Ersatzteillager aufgefüllt werden. Für Kinder gab es eine Hüpfburg und eine Strohburg zum Spielen. Um das leibliche Wohl kümmerte sich das Team des Sozialwerks St. Georg, und zwischendurch sorgte außerdem ein Eiswagen für angenehme Erfrischung.

Am Samstagabend wurden zahlreiche Pokale verteilt: Vom schönsten Trabi über das schönste Motorrad und das schönste IFA-Nutzfahrzeug bis hin zur weitesten Anreise wurden in elf verschiedene Kategorien die Sieger ermittelt. „Die meisten Trabi-Fans kommen aus einem Umkreis von etwa 100 bis 150 Kilometern“, erläutert Thomas Goßling, erster Vorsitzender des Trabant-Clubs Sputnik. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise (rund 330 Kilometer) kam in diesem Jahr aus dem Raum Saarbrücken.

Im Anschluss an die Pokalvergabe wurden die Grills angeheizt, sodass der Abend gemütlich ausklingen konnte, bevor am Sonntag nach dem Frühstück Abbau und Heimfahrt anstanden.

Mit dem Team von St. Georg sorgten insgesamt gut 45 Helfer für einen reibungslosen Ablauf des Treffens. Begonnen mit den ersten Planungen für 2020 wird schon im Herbst – nach dem Treffen ist eben vor dem Treffen. Der Termin steht schon fest: Vom 31. Juli bis 2. August 2020 wird Ascheberg für das 30. Treffen wieder zur Trabi-Hochburg.

 

Fotos + Text: Andreas Krüskemper


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